Endlich verliere ich mal ein paar Worte zu meiner favorisierten Synchronisierungslösung. Ich habe ja einen Dropbox-Account und gegen DB gibt es auch nichts einzuwenden. Läuft prima, faires Freemium-Modell, außer…: Man kann immer nur den Dropbox-Ordner synchronisieren. Daten, die an anderen Stellen liegen (müssen) und die man nicht in den Dropbox-Ordner kopieren möchte, bleiben außen vor.
Sugar Sync ist da anders. Neben dem obligatorischen Standard-Ordner namens “Magischer Aktenkoffer” (“Magic briefcase”) kann man nämlich jeden anderen Ordner in die Synchronisation einbeziehen. Das macht das Syncen insofern komplizierter, als dass man für jedes zu synchronisierende Gerät auswählen muss, wo der benutzerdefinierte Ordner dort landen soll – denn die Verzeichnisstrukturen sind über Geräte und Betriebssysteme hinweg ja nicht identisch. Der Mehraufwand ist also nötig und letztendlich vertretbar. Im Gegensatz zu Dropbox gibt es bei Sugar Sync übrigens eine richtige Anwendung, den SS-Manager, in welcher man die Einstellungen vornimmt.
Ausprobiert hatte ich Sugar Sync übrigens aus einem Grund: Ich wollte sehen, ob meine portablen Anwendungen von portableapps.com nach dem Synchronisieren auch auf anderen Rechnern ausführbar sind. Bei Dropbox klappt das nur in Ausnahmefällen. Ergebnis bei Sugar Sync: Klappt mit vielen Programmen! Woran das Funktionieren jeweils scheitern kann, weiß ich nicht, nicht mal die c’t-Redaktion wusst es in einem Artikel zu eigenem Cloud-Sync genauer. Vielleicht wird ja durch das bitweise Syncen bei Cloud-Diensten á la Dropbox die Integrität ausführbarer Dateien gestört und diese verweigern den Dienst?
Dass ich das letztendlich nicht nutze, liegt daran, dass nach einem simplen Aufruf eines Libre-Office-Dokuments gleich mal zahlreiche Dateien synchronisiert werden müssen und die Auslastung der Internetleitung und der Festplatte irgendwie störten. Aber es geht immerhin – vielleicht ist jemand dringend auf so eine Lösung angewiesen.
Achja: Sugar Sync bietet 5 Gigabyte Speicher for free – Dropbox nur die üblichen 2.
